Traditionelles Deutsches Gebäck 0

Gebaeck

Was ist eigentlich traditionelles Gebäck in Deutschland? Spontan fällt einem entweder nichts ein oder verschiedene Gebäcke, von denen man sich vielleicht gar nicht sicher ist. Wir haben hier ein paar zusammengesucht.

 

Krapfen/Berliner Berliner

Die einen sagen Krapfen, die anderen Berliner. Und die Berliner sagen Pfannkuchen. Im Grunde handelt es sich um ein Hefeteiggebäck, das mit Gelee, Konfitüre oder Creme gefüllt ist. Die Zubereitung dauert in der Regel mindestens 90 Minuten. Man sollte also Zeit haben. Was in den Teig kommt, hängt vom Rezept ab. Es handelt sich aber nur dann um einen Berliner oder Krapfen, wenn die Teigkugel in einem Topf Fett gebacken bzw. frittiert wird. 

Gefüllt wird das Ganze nach Belieben, wobei es insbesondere zu Fasching und Neujahr besonders viele Varianten gibt.

Amerikaner Amerikaner

Amerikaner sind Taler aus Rührteig, die mit Zuckerguss auf einer Seite versehen sind. Süß und saftig sollten sie sein, aber warum man sie Amerikaner nennt, bleibt ein Mysterium. Sie sind einfach in der Zubereitung und brauchen insgesamt nur etwa eine halbe Stunde vom Anrühren bis zum fertig backen.

Übrigens, Amerikaner eignen sich hervorragend als Partygebäck, da man sie für jeden Anlass super dekorieren kann.

Franzbrötchen Franzbroetchen

Das Franzbrötchen kommt aus Hamburg und findet sich dort auch in jeder Bäckerei. Ob zum Frühstück, zum Kaffee oder einfach nur zwischendurch, dieses mit Zucker und Zimt gefüllte Plundergebäck darf nicht fehlen. Die Vor- und Zubereitung dauert gut 90 Minuten und variiert wie üblich nach Rezept. 

Auch beim Franzbrötchen kann man vielfältig werden, indem man Schokostreusel, Kuchenstreusel, Rosinen oder Kürbiskerne und noch vieles mehr dazu gibt.

Frankfurter Haddekuchen Haddekuchen

Haddekuchen ist eigentlich ein Dialekt für „harter Kuchen“. Hierbei handelt es sich um ein traditionell hessisches Gebäck, dass durchaus an Lebkuchen erinnert und gern mit Apfelwein serviert wird. Man findet es nur noch selten in Bäckereien, daher kann man es ja vielleicht einmal selbst backen. 

Das Rezept ist nur deshalb knifflig, weil viele Gewürze in den Teig kommen, darunter Zimt, Nelken, Koriander, Kardamom, Ingwer, Anis, Piment und Fenchelsamen. Abgesehen davon, ist die Zubereitung einfach und der Kuchen, der am Ende wirklich wie Lebkuchen aussieht, braucht nur 15 Minuten im Backofen.

Pfitz Auf Pfitz auf

Aus dem Schwäbischen kommt die Mehlspeise Pfitz Auf. Hauptzutaten sind Eier, Milch, Zucker, flüssige Butter und natürlich Mehl. Daraus rührt man einen dickflüssigen Palatschinkenteig, den man wahlweise in Tassen oder eine Muffinform füllt. Da das Ganze gut aufgeht, sollte man aber die Formen oder Tassen nur zur Hälfte füllen. Wichtig ist auch, dass das fertige Gebäck im Ofen auskühlt, damit es nicht etwa zusammenfällt. Genießt man besonders mit Kompott oder Vanilleeis.

Leipziger Lerchen Leipziger Lerche

Ein Traditionsgebäck aus Ostdeutschland, welches im 19. Jahrhundert als Ersatz für die zuvor millionenfach nach Russland exportierten Lerchen entwickelt wurde. Nachdem der Lerchenfang verboten wurde, schuf ein Bäcker in Leipzig diese Mürbeteigtörtchen, die mit einer Marzipanmasse und einem Hauch Marmelade gefüllt sind.

In leicht abgewandelten Varianten findet man dieses Gebäck besonders in ostdeutschen Bäckereien. Möchte man es selbst einmal ausprobieren, sollte man ca. 90 Minuten Zeit für Zubereitung und Backen einplanen. Empfiehlt sich besonders für Liebhaber von Marzipan.

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